„Stolpersteine“ - Aktives Gedenken gegen das Vergessen

Die „Stolpersteine“ auf Pforzheims Gehwegen und Plätzen erinnern an jüdische Mitbürger, die in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft umgebracht wurden oder geflohen sind.

Diese „Stolpersteine“ zu säubern ist in zweierlei Hinsicht eine aktive Maßnahme wider das Vergessen: Erstens weil sich die „Stolpersteine“ durch Umwelteinflüsse an die ihre Umgebung angepasst haben, fallen nach einer Säuberung um so mehr auf, und regen dann zum Stehenbleiben und Lesen an. Zweitens weil diese Aktion die Schüler dazu bringt, sich aktiv mit der örtlichen Geschichte auseinanderzusetzen. In diesem Jahr hat sich der Geschichtekurs von Jörg Dalmatiner unter fachkundiger Führung von Schulleiter Kai Adam dieser Aufgabe angenommen und auch die „Stolpersteine“ zum Sprechen gebracht.

Die Reinigung der „Stolpersteine“ und die Erinnerung an die Personen, die auf ihnen genannt sind, ist somit auch eine Verbeugung vor den Opfern des nationalsozialistischen Regimes, obwohl diese nur symbolisch bleiben kann.

Jörg Dalmatiner