Mission Moonlander 2021

Nachdem wieder alle Klassen nach einer langen und von Theorie geprägten Fernlernzeit in den Präsenzunterricht zurückkehren konnten, bot am 29. Juni 2021 die Moonlander-Challenge der Physik-Bili-Klasse von Frau Plachta die Möglichkeit ihr theoretisches Wissen in der Praxis zu testen. 

Die Aufgabe schien simple – ein rohes Ei sollte so verpackt, bzw. geschützt werden, dass es einen Sturz über mehrere Meter hinweg überlebt – und das (theoretisch) auf dem Mond. Klingt machbar – oder?! Dem aufmerksamen Leser fällt an dieser Stelle natürlich sofort ein, dass es auf dem Mond keine Atmosphäre gibt und streicht den Ansatz „Fallschirm“ sofort von der Ideenliste. Zum Leidwesen der Konstruktionsteams wurden die Ideen jedoch auch durch ein festes Budget, eine limitierte Materialienliste und einen festen Zeitrahmen eingeschränkt. Die Dreierteams gaben sich mit großem Eifer der Planung und Konstruktion hin – das Ticken der Uhr und das knappe Budget immer im Hinterkopf. 
Am Ende der Bauphase schwankte die Stimmung zwischen hoffnungsvollem Optimismus und großer Skepsis ob der entstandenen Konstruktionen, die am Folgetag einem Falltest unterzogen wurden.
Zehn Moonlander galt es zu testen, d.h. im Treppenhaus des Sonderbaus möglichst zielgenau und unversehrt aus 2,60 m Höhe auf der Markierung landen zu lassen. Am Ende überlebte genau ein Eggnaut in seinem Lander den Sturz, das Konstruktionsteam aus Lara, Fabius und Redar hatte offensichtlich die richtige Idee, aber auch die anderen Designs ließen gute Ansätze erahnen, die mit ein wenig mehr Ausarbeitung und Zeit sicherlich auch zum Überleben der Eggnauten geführt hätten.
In der Welt der Raumfahrt gilt es ähnliche Herausforderungen zu meistern – Budgetvorgaben, Launchfenster, die es zu erreichen gilt, speziell zugelassene und damit limitierte Materiallisten sowie unterschiedliche Anforderungsbereiche gibt es auch bei Projekten der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Dieses Planspiel bot den Schülerinnen und Schülern also auf spielerische und stark vereinfachte Art und Weise einen guten Einblick in typische Projektabläufe bei verschiedenen Weltraumprojekten.

Miriam Plachta