Katastrophenschutztag der Klassen 6a und 6b
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- Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 19. Juli 2026 12:15
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Am Dienstag, den 14. Juli 2026, stand für die Klassen 6a und 6b ein besonderer Projekttag auf dem Programm: Beim Katastrophenschutztag konnten die Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Stationen praktisch erleben, wie wichtig Vorbereitung, Teamarbeit und Erste Hilfe in Notfallsituationen sind.
Den Auftakt bildete ein Workshop zur Ersten Hilfe. Hier lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Verbände anzulegen. Mit Dreieckstüchern, Verbandspäckchen und weiteren Materialien aus dem Erste-Hilfe-Kasten übten sie unter anderem Kopf-, Hand-, Ellenbogen- und Fingerkuppenverbände.
Für viel Begeisterung sorgte anschließend der Trageparcours, der vom Deutschen Roten Kreuz betreut wurde. In kleinen Wettbewerben traten die Gruppen gegeneinander an. Ziel war es, einen Teddybären möglichst sicher und schnell auf einer Krankentrage durch den Parcours zu transportieren. Dabei kam es nicht nur auf Geschwindigkeit an, entscheidend waren vor allem eine gute Abstimmung innerhalb des Teams und ein sicherer Transport des „Patienten“.
Im PC-Raum ging es anschließend digital weiter. Dort lernten die Schülerinnen und Schüler das Lernspiel „Max und Flocke Helferland“ kennen. Gemeinsam mit den Figuren Max und seinem Hund Flocke lösen Kinder verschiedene Alltagssituationen, in denen Erste Hilfe gefragt ist. Spielerisch werden dabei Themen wie das richtige Verhalten im Notfall, das Absetzen eines Notrufs, kleine Verletzungen oder das Erkennen von Gefahren vermittelt. Das Spiel kann kostenlos auch zu Hause weitergespielt werden.
Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit dem Thema Notvorrat. In einem provisorischen Supermarkt hatten die Gruppen die Aufgabe, innerhalb kurzer Zeit Lebensmittel und Gegenstände einzukaufen, mit denen eine vierköpfige Familie zwei Tage lang versorgt werden könnte. Anschließend wurden verschiedene Krisenszenarien, unter anderem ein länger andauernder Stromausfall und eine eingeschränkte Wasserversorgung, durchgespielt. Gemeinsam wurde überlegt, welche Produkte unter diesen Bedingungen tatsächlich sinnvoll sind. Dabei wurde schnell deutlich, dass manche vermeintlich naheliegenden Lebensmittel, wie beispielsweise Nudeln, weniger geeignet sind, da für ihre Zubereitung sowohl viel Wasser als auch Strom benötigt werden.
Im letzten Workshop stand die Frage im Mittelpunkt, welche Gegenstände im Katastrophenfall besonders wichtig sind. Die Schülerinnen und Schüler mussten zehn verschiedene Gegenstände nach ihrer persönlichen Priorität ordnen und ihre Entscheidungen begründen. Anschließend wurden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet und mit den Empfehlungen des Bevölkerungsschutzes verglichen. Dabei wurde deutlich, dass Dinge wie Erste-Hilfe-Sets, Trinkwasser, Lichtquellen oder Kommunikationsmöglichkeiten oft wichtiger sind, als viele zunächst vermuteten.
Durch die abwechslungsreichen und praxisnahen Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler wertvolle praktische Erfahrungen sammeln, die ihnen helfen können, in Not- und Krisensituationen besonnen zu handeln.
Ein herzlicher Dank gilt der Familie Brock vom Deutschen Roten Kreuz, die mit einem Einsatzfahrzeug an die Schule kam und den Trageparcours betreute. Darüber hinaus gewährten sie den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in die Ausstattung eines Rettungswagens und beantworteten zahlreiche Fragen rund um ihre Arbeit beim DRK. Außerdem danken wir den Mitgliedern des Schulsanitätsdienstes, die die Durchführung der Workshops unterstützt haben. Ihr Engagement trug wesentlich dazu bei, dass der Katastrophenschutztag für alle Beteiligten zu einem lehrreichen und abwechslungsreichen Erlebnis wurde.
Mehr zum Thema Vorsorgen für den Krisenfall:
https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/BBK-Vorsorgen-fuer-Krisen-und-Katastrophen.pdf?__blob=publicationFile&v=44
Text: Stefanie Baas
Photos: Stefanie Baas, Désirée Kirschler
