George Michael – Freedom-90!

Durch das Fenster meines kleinen Apartments sah ich die große Stadt, in der ich lebte. Das Leben pulsierte, es war bereit, alles und jeden zu verschlingen. Ich konnte alles sehen, die Lichter, die Menschen. Jeder kannte mich, aber keiner wusste, wer ich bin.

So ähnlich begann die Musical Show, die die Englischkurse von Frau Kirschler, Herrn Riedle und Frau Rupp sowie der Musikkurs von Herrn Binder am 19.11.2021 im Stadttheater Pforzheim besuchten.

Im Zentrum stand das Leben des 2016 verstorbenen Künstlers George Michael, welches geprägt war vom Leben im Showbusiness, dem Kampf, sich von dem Bild abheben zu wollen, das andere von einem haben, und damit nicht zuletzt der Suche nach sich selbst.

Musikalisch war den Besuchern einiges geboten: Der verkörperte George Michael  wurde kraftvoll unterstützt von einer Sängerin und einer Liveband, die die Zuhörer musikalisch quer durch drei Jahrzehnte führten und Klassiker wie ‚Freedom‘, oder ‚Wake me up before you gogo‘  von George Michael, ‚I’m still standing‘ oder ‚Don’t let the sun go down‘ von Elton John, ‚Somebody to love‘ von Freddy Mercury und ‚Respect‘ oder ‚I’m every woman‘ von Aretha Franklin zum Besten gaben.

George Michael führte als Erzähler im Hintergrund durch den Abend und erzählte seine Lebensgeschichte, von den Höhen und Tiefen, der Suche nach Anerkennung und Respekt von anderen und vor allem vor sich selbst. Noch eindrucksvoller wurde die Wirkung der Songs durch herausragende Tänzer, deren Performance den Zuschauer mitnahm und ein Teil des Geschehens werden ließ.

Und spätestens bei der Zugabe waren auch einige Reuchliner nicht mehr zu halten und ließen sich von den Rhythmen mitreißen und der eine oder andere nicht nur zum Tanzen, sondern sicherlich auch zum Mitsingen animieren.

Es war ein schöner Abend, den alle sehr genossen.

Und auch fürs Auge war etwas dabei, denn wann hat man – außer am Abiball – denn schon mal die Gelegenheit, seine Schüler nicht nur in kaputten Jeans und ausgelatschten Turnschuhen, sondern in Anzug und Abendrobe zu bewundern?

 

 

Désirée Kirschler