Das Reuchlin bei der PZ

Im Rahmen des Projektkurses „Sprache“ der 7. Klassenstufe durften wir am 3.12.2019 die Pforzheimer Zeitung besuchen.

Mit den betreuenden Lehrerinnen Frau Kirschler und Frau Plachta sammelten wir uns nach der Schule im Atrium und gingen zu Fuß zur PZ. Dort wurden wir vom stellvertretenden PZ-Chefredakteur Marek Klimanski freundlich empfangen. Er führte uns in die Redaktion und stellte uns den Redakteuren vor. 

Außer Herrn Klimanski begleitete uns Herr Maximo Gonzalez, der gerade ein Volontariat bei der PZ macht. Das heißt, dass er die Redakteurausbildung absolviert. Er muss im Rahmen der Ausbildung verschiedene Stationen durchlaufen, arbeitet aber hauptsächlich im online- Ressort. 

Herr Klimanski arbeitet hauptsächlich als Lokalredakteur, berichtet also über die Dinge, die direkt in der Stadt Pforzheim passieren. Am liebsten schreibt er aber Kolumnen.

Wir hatten uns im Kurs auf den Besuch vorbereitet und zahlreiche Fragen mitgebracht, um die Redakteure zu interviewen.

Wir lernten, wie eine Zeitung entsteht. Damit ein Artikel in der Zeitung erscheint, muss er nicht nur geschrieben werden, sondern oft muss zuvor eine Veranstaltung besucht werden, über die dann berichtet werden soll. Auch ist es manchmal notwendig, dass bestimmte Zusatzinformationen nachrecherchiert werden müssen, da es die Aufgabe der Zeitung ist, objektiv z.B. über politische Veranstaltungen zu berichten. Der Redakteur wählt zwar aus, was am wichtigsten ist, darf aber nicht seine Meinung schreiben. Dafür gibt es dann das Format des Kommentars oder eben eine Kolumne. 

Die Artikel werden von Lektoren auf Richtigkeit geprüft. Falls sich doch einmal ein Fehler einschleicht, gibt es Korrekturhinweise. Ein Layouter positioniert die Artikel und die Bilder, die Anzeigenabteilung kümmert sich um die Anzeigen, die fast die Hälfte aller Seiten füllen. Herr Klimanski erzählte uns, dass zu Beginn seiner Berufstätigkeit die einzelnen Artikel vor dem Druck noch von Hand zusammengeklebt werden mussten. Heute geht das alles digital. An jedem Abend wird die Zeitung dann gedruckt. Bei wichtigen Ereignissen wie einer Wahl oder während der Weltmeisterschaft wird auch schon mal erst nachts gedruckt, sodass man am nächsten Morgen schon von den Neuigkeiten berichten kann. Die fertigen Zeitungen werden dann an die Austräger geliefert. Insgesamt, inklusive Buchhaltung und freier Mitarbeiter, beschäftigt die PZ ca. 170 Mitarbeiter. 

Herr Klimanski und Herr Gonzalez nahmen sich viel Zeit für uns und beantwortete bereitwillig all unsere Fragen von der Menge Papier, die jeden Tag bedruckt wird (25.000m bzw. 3t!), der Anzahl der Leser  (ca. 37.000, am Wochenende sogar mehr) bis hin zu ganz technischen Fragen z.B. mit welchen Farben gedruckt wird (Cyan, Magenta und Gelb). Eine Druckmaschine kostet 10-15 Mio. Euro. 

Auch berichteten die beiden spannend über ihre tägliche Arbeit. Überrascht hat uns, dass neben den Abonnenten der Printausgabe ca. 1000 Haushalte die PZ als E-paper lesen und die PZ auf Facebook, Instagram und Snapchat zusammen ca. 75.000 Follower hat. 

Abschließend bekamen wir eine kleine Führung durch die Druckerei, was sehr beeindruckend war. 

Wir bedanken uns recht herzlich bei der Pforzheimer Zeitung für den tollen Nachmittag!

Text: Oskar Hagemann

Photos: Tim Rudeck (PZ), Désirée Kirschler, Miriam Plachta