Europapolitischer Nachmittag am Reuchlin-Gymnasium

Am 15. Dezember 2016 bekam das Reuchlin-Gymnasium hohen europapolitischen Besuch: Daniel Caspary, Abgeordneter des Europaparlaments (CDU), und der französische Generalkonsul Nicolas Eybalin besuchten das Reuchlin-Gymnasium, um mit Schülern der 10. Klasse und den Wirtschaftskursen der Kursstufe 1 über die Herausforderungen Europas zu diskutieren.

Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Schulleiter Herrn Adam eröffnete Herr Eybalin die Diskussionsrunde und betonte gleich zu Beginn die Wichtigkeit der deutsch-französischen Freundschaft. Daraufhin ergänzte Herr Caspary, dass man die Identität und Kultur Europas bzw. den „Europäischen Geist“ verteidigen müsse. Auf die Austrittsverhandlungen Großbritanniens aus der EU Bezug nehmend kam die Frage auf, ob der „Brexit“ einen Dominoeffekt mit sich bringen würde, was beide entschlossen verneinten. Darüber hinaus kam auch die Frage an den CDU-Politiker auf, wie er zur Europapolitik Merkels stehe. Er sehe in ihr keine Probleme, eher im Gegenteil: Sie versuche Europa zusammenzuhalten.

Kurz vor Schluss stellte ein Schüler noch die Frage, wie Herr Caspary zu dem europäisch-kanadischen Freihandelsabkommen „CETA“ stehe. Caspary vertritt die Meinung, dass in einer repräsentativen Demokratie bei einem so komplexen Thema wie „CETA“ mehr Vertrauen in die politischen Vertreter gesetzt werden müsse. Des Weiteren sieht er eine Gefahr durch Populismus, der durch Unwahrheiten über „CETA“ angetrieben werde. Wenn dies weiter geschehe, so wird laut Caspary das Vertrauen in die Politik und damit auch die Demokratie zerstört.

Am Ende der Diskussionsrunde wurde der Syrien-Konflikt angesprochen, der laut Eybalin und Caspary die „Ohnmacht Europas“ vor Augen führe. Jedoch betonte Herr Caspary, dass die einzige Alternative für die Zukunft ein Mehr an europäischer Zusammenarbeit sein kann.

Damit endete eine informative Diskussionsrunde, die von den Schülern sehr positiv aufgenommen wurde.

Text: Tim Knopp (KS 1)

Fotos: Iris Sibla