Schüleraustausch
Schüleraustausch mit der Lycée Vauban in Luxembourg
Bei Fragen bzw. Anregungen zum Inhalt dieser Seite wenden Sie sich bitte an Frau Unger.
Ein Austausch und seine Ereignisse
Montag, den 8. Februar 2010
5 Tage lang haben wir, die Französischschüler der 9. -12. Jahrgangsstufe, zusammen mit Herrn Herzel und Frau Unger, Luxemburg und Metz besichtigt und noch viel mehr entdeckt. Wir erlebten fünf abwechslungsreiche Tage mit gemeinsamen Unternehmungen und freuen uns schon auf den Gegenbesuch der französischen Schüler ab dem 26. April.
Am Montag ging es also endlich los. Alle waren recht aufgeregt, wer denn nun mit wem die nächsten Wochen verbringen würde, was die Luxemburger generell für uns geplant hatten, und vor allem, wie wir uns in der nächsten Woche verständigen sollten.
Schnell wurden im Bus noch ein paar Nachschlagewerke ausgepackt, um noch in den letzten Minuten ein paar Floskeln Französisch aufzuschnappen. Doch alles in allem ging es bei der Hinfahrt im Bus doch sehr ruhig vor. Einige holten noch den dringend notwendigen Schlaf nach, der ihnen in der Nacht abhanden gekommen war, und schon bald waren die ersten Kilometerzahlen nach Luxemburg auf den Schildern zu lesen. Wir kamen unserem Ziel immer näher – dass wir dabei ein oder zwei Mal nach dem Weg fragen mussten, tat der guten Laune im Bus keinen Abbruch. Und endlich hatten wir unser Ziel erreicht. Das "Lycée Vauban", eine französischsprachige Privatschule für Luxemburger und Schüler anderer Nationalitäten.
Aufgeregt stiegen wir aus dem Bus und trafen nun zum ersten Mal auf unsere Austauschpartner, mit denen wir nun in der nächsten Woche unsere Zeit verbringen sollten, bei denen wir in der nächsten Woche wohnen würden.
Bei einem kleinen Empfang wurden sobald die ersten Konservationen geführt, die ersten kulturellen Unterschiede wurden bemerkbar. Wir alle waren begeistert von der modernen Bauart der Schule, mit einem Computer in jedem Raum, der als Klassenbuch fungierte, bequemen Stühlen und neuen Tafeln. Die gesamte Schule war mit viel Glas ausgeschmückt, auf jedem Gang hing ein Monitor, der das "Bild des Tages" zeigte und auf dem andere nützliche Hinweise gegeben wurden. Ich und eine andere Mitschülerin aus dem 12.ten Jahrgang haben mit unseren beiden Austauschpartnern in der anderen Klasse zum einen Englisch und zum anderen Deutsch gehabt. Im Englischunterricht wurde zunächst ein Kurzreferat über der Gitarre gehalten. Danach durften wir einen Dialog zum «Blackout» jeweils zu zweit verfassen und sie auf verschiedene Weise mit voller Emotionen vorstellen. In der darauffolgenden Deutschstunde haben uns die Schüler, die teilweise aus Paris oder Luxemburg kommen, ihr Alkohol-Projekt vorgestellt und erklärt. Anschließend sollten sie uns einen deutschen Text vorlesen, die wir schließlich auch bewerten sollen.
Anschließend suchten wir die Kantine der Schule auf, in der wir alle, zusammen mit unseren Austauschpartnern, unseren Hunger stillten. Danach allerdings blieben die Begeisterungsrufe aus, als wir erfuhren, nun on 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr am Unterricht teilnehmen zu müssen. So ging jeder mit seinem Austauschpartner in den Unterricht und konnte die kleinen Unterschiede und Gemeinsamkeiten hautnah erleben. Ich und eine andere Mitschülerin aus dem zwöften Jahrgang haben mit unseren beiden Austauschpartnern in der anderen Klasse zum einen Englisch und zum anderen Deutsch gehabt. Im Englischunterricht wurde zunächst ein Kurzreferat über der Gitarre gehalten. Danach durften wir einen Dialog zum «Blackout» jeweils zu zweit verfassen und sie auf verschiedene Weise mit voller Emotionen vorstellen. In der darauffolgenden Deutschstunde haben uns die Schüler, die teilweise aus Paris oder Luxemburg kommen, ihr Alkohol-Projekt vorgestellt und erklärt. Anschließend sollten sie uns einen deutschen Text vorlesen, die wir schließlich auch bewerten sollen.
Doch alles in allem wies der Unterricht in Luxemburg nur wenige Unterschiede auf. Die Lehrer unterrichteten, die Schüler mussten vorlesen, lernen, Aufgaben vorrechnen. Ein Unterschied war beispielsweise, dass die Lehrerin, während ihre Schüler über den Aufgaben saßen, am Computer noch Sachen erledigen konnte.
Doch irgendwann war die Zeit gekommen, sich von der Gruppe zu lösen und zusammen mit der Gastfamilie bei diesen Zuhause zu essen. Manches Ungewohnte fiel beim Essen dann doch auf, so gab es zum Beispiel Crêpes mit Schinken, Käse und Wurst. Wir lernten das Leben der Luxemburger kennen, wie sie es gewohnt waren zu leben. Doch auch das alles war dem Leben in Deutschland recht ähnlich. Hierbei konnte man seine Sprachkenntnisse verbessern, auch wenn es anfangs manchmal sehr schwer war, ein richtiges Gespräch zu führen, da man sich erst noch auf die Sprache "einstellen" musste. Aber auch das ging von Tag zu Tag immer besser, und ich glaube, jeder war froh, sich am nächsten Morgen wieder auf Deutsch unterhalten zu können.
Dienstag, den 9. Februar 2010
Am zweiten Tag war man regelrecht erleichtert, nach einem Abend Französisch nun wieder Deutsch sprechen zu können, und so machten wir uns gleich dazu auf, mit dem Stadtbus in die Innenstadt zu fahren und dort ein Museum über die Stadtgeschichte Luxemburgs zu besichtigen, während die Luxemburger an einer Stadtführung teilnahmen.
Dort wurden wir durch die vergangenen Jahrhunderte geführt, uns wurde die Geschichte nähergebracht, die hinter dieser schönen Stadt steckt. Einige Zeit hielten wir uns in dem Museum auf, bis es (leider) wieder hinaus in die Kälte ging. Doch die Kälte war zu ertragen, so wurden wir doch nun durch die Stadt geführt, und uns wurden die Sehenswürdigkeiten der Stadt erklärt. Ebenso lernten wir eines der Lieblingshobbies der Luxemburger kennen, wie wir herausfanden: Warten. Mal warteten sie hier, mal dort, und das alles ohne erkennbaren Grund.
An diesem kalten und zugeschneiten Februartag standen deswegen halb eingefroren und dick angezogen auf den breiten Straßen. Beeindruckt von den Leibwächtern am Eingang eines großen schön verzierten Gebäudes kehrten wir nach etwa einer halben Stunde zurück zum Museum.
Nach dieser Informationsflut mussten wir uns erst einmal wieder aufwärmen, sodass wir uns nun in der Stadt verweilen konnten. Die meisten von uns nutzten die Gelegenheit, um sich mit den anderen Luxemburgern auszutauschen, und gingen in ein Café nahe dem Museum.
Die Stadt warf mit ihren prachtvollen Gebäuden beinahe um sich. Die atemberaubenden Brücken führten schon fast majestätisch über die Flüsse.
Wir waren in vielen verschiedenen Geschäften. In der Innenstadt waren meistens nur Markenboutiques zu sehen. Nach der bequemen Einkaufstour in Luxembourg sind wir einer Schutzorganisation zugestoßen, die sich für den Schutz der Privatsphäre in Chat -Communities und allgemein im Internet einsetzt. Nachdem sie mit uns eine kleine Umfrage sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch durchgeführt haben, wurden schöne Fotos von uns gemacht, die sie uns letztendlich geschenkt haben.
Von dort aus ging es für die Meisten direkt zum Kino "Utopolis", das nach gut 20 Minuten mit dem Stadtbus erreicht war. Auch das Kino zog unsere Blicke auf sich. Es lag in einem riesigen Einkaufscenter, das um einiges größer war als wir es in Pforzheim gewohnt waren. Wir freuten uns bereits auf den Film, auch wenn wir vielleicht lieber etwas anderes gemacht hätten, da am nächsten Tag bereits wieder Kino geplant war. Aber nun gut, wir ließen uns überraschen.
Im Nachhinein waren die meisten doch recht zufrieden, da sie durch den Film ihre "multilingualen" Kenntnisse verbessern konnten, da der Film auf Englisch mit französischen und deutschen Untertiteln gezeigt wurde. Nun war auch schon dieser Tag vorbei, und die meisten fielen am Abend müde ins Bett.
Mittwoch, den 10. Februar 2010
Dieser Tag fand ganz im Motto eines Sporttages statt. Um 9 Uhr versammelten wir uns wie jeden Morgen vor der Schule und machten uns gemeinsam auf den Weg zur Sporthalle der Universität von Luxemburg, an der der Sporttag geplant war. Alle waren schon recht gespannt auf die Sportarten, von denen Basketball, Tischtennis und Badminton als Disziplinen festgelegt worden waren.
Bald darauf wurden die Mannschaften gewählt, wobei darauf geachtet wurde, nicht nur Schüler aus Deutschland oder Luxemburg in einer Mannschaft zusammen zu haben. Und schon ging es los. Nacheinander traten alle Mannschaften in jeder Sportart gegeneinander an. Jede Mannschaft gab ihr Bestes, alle wurden zu einer großen Mannschaft, und so war es dann am Ende auch egal, welche Mannschaft den Sieg davontrug. Jeder fühlte sich gut, die perfekte Atmosphäre, um am Abend gemeinsam noch einmal ins Kino zu gehen.
Doch zuerst gab es noch die letzten beiden Basketballspiele, die entscheiden sollten, ob denn nun die Deutschen oder die Luxemburger besser seien. Dass wir Deutschen schon nach kurzer Zeit führten, tat der Stimmung keinen Abbruch, und als dann das Endergebnis feststand, 14:0, applaudierten nicht nur die Deutschen. Auch die Mädchen traten gegeneinander an und so konnten die Deutschen zwei Siege davontragen.
Mit einem Teil der Gruppe fuhren wir anschließend mit einem Stadtbus in die Stadt. Beim Italiener saßen wir uns alle bequem am Tisch und füllten uns mit italienischen Dessertköstlichkeiten den Bauch voll.
Am Abend ging es dann ins Kino. Alle zusammen schauten wir uns den Film "Up in the air" an, der auf Englisch mit französischen und luxemburgischen Untertiteln gezeigt wurde. Somit stand unser ganzer Austausch im Sinne der Verbesserung unserer Sprachkenntnisse. Dass der Film nicht gerade den Geschmack von jedem traf, war klar, und vielleicht hätte man sich mit uns absprechen sollen, was denn die Deutschen sich lieber anschauen würden. Das ist vielleicht auch ein Nachteil an einem Austausch: Man muss sich voll und ganz seinem Austauschpartner anschließen, eigene Aktivitäten sind nicht erlaubt. Und eine Woche lang nur das machen zu dürfen, was der andere für einen geplant hat, kann manchmal auch sehr hart sein. Doch es gibt immer einen Nachteil, und so ist es eben auch bei einem Austausch, den man eben in Kauf nehmen muss.
Anschließend kehrten wir wieder zu unserer Gastfamilie zurück, und ruhten uns aus, bereit für den nächsten Tag.
Nico Waibel (11b), Ina Lindner (11b), Jennifer Lam (10a), Ramon Hagemayer (9c)
Jeudi, le 11 février 2010
Jeudi matin, je me suis levée, j’ai regardé par la fenêtre et j’ai vu un petit peu de neige dans les rues.
Le voyage de 30 minutes pour aller à l’école était une vraie aventure, parce que la circulation était très chaotique.
Aujourd’hui, nous allions à Metz, une ville en France (deux heures au bus).
Là-bas, nous faisions un rallye: ‘courire’ deux heures dans une ville, à moins 3°C, au tempête de neige; une ville qu’on ne connaît pas pour essayer de gagner un rallye avec dix pages.
Mais je dois dire que Metz est une très belle ville et que le rallye nous donnait le possibilité de la connaître et aussi par exemple le mignon halle où on peut acheter des meilleurs fromages, des croissants et d’autres délices.
Morfondus et affamés nous nous assemblions à une heure à notre point de ralliement.
Maintenant, nous avions du temps libre et pouvions faire aux groupes tout ce que nous voulions faire.
En premier, nous allions manger dans un beau Pizzaria à coté de la grande Cathédrale du Metz.
Après, c’était le temps pour shopping- et ca, c’est un rêve à Metz. Il y a beaucoup de petites rues, sans cesse un beau café pour une petite café-récréation, en plus des petits magasins et l’atmosphère est très chaleureuse.
À trois heures tous arrivaient au bus et rentraient au Luxembourg.
Là-bas, nous nous un peu promenions au centre et finissions la belle journée avec les meilleures crêpes du monde.
Donnerstag, der 11.2.2010: Ausflug nach Metz
Als am Donnerstagmorgen um halb 8 der Wecker klingelte und ich aus dem Fenster schaute, schneite es und auf den Straßen lag eine dünne Schneeschicht. Die 30-minütige Fahrt zur Schule war dadurch ein ziemliches Abenteuer, da auf den Straßen Luxemburgs Chaos herrschte.
Als wir an der Schule ankamen, wartete der Bus schon, der uns nach Metz, eine Stadt in Frankreich (2 h entfernt), fahren sollte.
In Metz starteten wir mit einer Rallye- das hieß: 2 Stunden, bei -3°C, im Schnee durch eine unbekannte Stadt rennen und versuchen eine 10-seitige Rallye zu gewinnen..
Allerdings muss ich sagen, dass Metz wirklich äußerst schön ist und die Rallye uns die Möglichkeit gab, die Stadt kennen zu lernen und zum Beispiel in der süßen Markthalle richtig guten Käse, Croissant oder andere Spezialitäten zu kaufen.
Durchgefroren und hungrig trafen wir uns schließlich alle um 1 Uhr wieder an unserem Treffpunkt.
Jetzt hatten wir endlich Freizeit und durften in Gruppen machen, was wir wollten.
Als allererstes gingen wir essen- in eine schöne Pizzeria direkt neben der großen Kirche von Metz.
Danach hieß es shoppen, shoppen, shoppen- und das war in Metz wirklich ein Traum. Viele kleine Straßen, immer wieder ein Café für ein Päuschen, total viele richtig schöne Läden und Kleidung für wirklich jedermann.
Um 3 Uhr aber schon mussten wir zum Bus zurückkehren und zurückfahren.
In Luxemburg waren wir dann noch ein bisschen in der Stadt und haben den Tag mit den allerbesten Crepes ausklingen lassen. : )
Marlene Zeitler (10a)
Vendredi, le 12 février 2010
Comme chaque jour, nous nous sommes donnés rendez-vous à 9.00 heure à l’école. Aujourd’hui, c’était notre dernier jour. Beaucoup se sont réjouis des vacances et de rentrer chez eux, mais encore tous étaient tristes de se dire adieux. Mais d’abord, il a fallu apprendre un peu. Nous avons été divisés en groupes comme lundi et sommes allés avec nos correspondants en cours. J’ai été en classe avec Audrey, Nico et son correspondant Charles , Chris et son correspondant Maxime. Nous avons été dans la classe de Mr. Oswald en cours d’Histoire
Après la sonnerie nous avons eu 5 minutes le temps d’aller dans le cours d’allemand de Mme Jigourel. Mais parce qu’elle a été malade, nous avons eu cours de musique avec la classe de Mr. Erel. Nous y avons chanté des chansons françaises comme « petite marie ». ça a été une heure très drôle
Ensuite nous avons eu une heure creuse au cdi. Là-bas on a recontré un autre groupe de l’échange. Cette heure a été un peu ennuyante parce que nous n’avions rien à faire.
À 12.00 heures nous nous sommes tous rassemblés a la cantine avant de se dire au revoir
On était tous tristes de se quitter mais nous attendons tous avec impatience le 26 avril.
Freitag, den 12. Februar 2010
Wie jeden Tag, trafen wir uns am Freitag um 9.00 Uhr an der Schule. Heute war unser letzer Tag in Luxemburg. Die Meisten freuten sich schon wieder auf Zuhause und die Ferien, aber trotzdem wollte niemand Abschied nehmen.
Doch zuerst hieß es noch ein bisschen französisch lernen. Wir wurden wie am Montag wieder in Gruppen aufgeteilt und gingen mit diesen in den Unterricht. Ich war mit meiner Austauschpartnerin Audrey, Nico, Charles, Chris und Maxime im Geschichteunterricht von Herrn Oswald. Es ging um den Streit zwischen Deutschland und Frankreich um Elsass-Lothringen. Nach dem Gong der Stunde hatten wir 5 Minuten Zeit um in den Deutschunterricht von Frau Jigourel zu gehen. Da diese jedoch krank war, hatten wir Musikstunde in der Klasse von Herrn Erel. Dort haben wir französische Lieder wie „petite marie“ gesungen.
Unsere letzte Stunde verbrachten wir im Cdi. Dort war noch eine andere Gruppe von uns und wir durften uns frei beschäftigen.
Um 12.00 Uhr gab es dann noch ein letztes Mittagessen vor der Abreise. Dann machten wir noch ein gemeinsames Gruppenbild und um kurz nach 14.00 Uhr war unser Bus da. Nun hieß es endgültig Tschüss zu sagen, aber ja nur für 10 Wochen, denn am 26. April kommen sie ja zu uns.
Carla Zehentner (10b)